• So. Nov 27th, 2022

Leverkusen gerät in Frankfurt unter die Räder

VonKarola Theill

Okt 15, 2022

Bayer Leverkusen bleibt auch mit dem neuen Trainer im Krisenmodus. Die Werkself verliert bei Eintracht Frankfurt mit 1:5.

Hinten extrem fehlerhaft, nach vorne komplett ideenlos: Auch Star-Trainer Xabi Alonso kann Bayer Leverkusen noch nicht aus dem Krisenmodus befreien. Die Rheinländer verloren am Samstag bei Angstgegner Eintracht Frankfurt mit 1:5 (0:1). Es war die zweite Niederlage im dritten Pflichtspiel unter dem neuen Coach.

Doppelpacker Daichi Kamada (45.+5/72., jeweils Foulelfmeter), Randal Kolo Muani (58.), Jesper Lindström (65.) und der Ex-Leverkusener Lucas Alario (86.) erzielten die Tore beim Frankfurter Torfestival gegen Leverkusen. Piero Hincapie (56.) gelang der zwischenzeitliche 1:1-Ausgleich. In der 71. Minute flog Hincapie dann wegen wiederholten Foulspiels per Gelb-Roter Karte vom Platz.

Während Frankfurt mit dem Sieg an die Spitzengruppe der Bundesliga heranrückt, stecken die erschreckend schwachen Leverkusener dagegen weiter tief im Tabellenkeller fest, rutschten gar auf Relegationsplatz 16 ab.

„Jedes Spiel einen Schritt nach vorne“, hatte Alonso nach der jüngsten Niederlage in der Champions League gegen den FC Porto als Motto ausgegeben. Es gehe nun darum, einen Teamspirit aufzubauen. „Wir müssen wie eine Mannschaft zusammenbleiben, auch in schwierigen Momenten“, betonte der Spanier. Davon gab es in Frankfurt trotz des Fehlens von Eintracht-Abwehrchef Makoto Hasebe einige zu überstehen.

So setzte Mario Götze nach fünf Minuten einen ersten Warnschuss nur Zentimeter neben den Pfosten, dann blockte Hincapie den allein aufs Tor zu eilenden Kolo Muani (9.) in höchster Not. Die Eintracht startete deutlich energischer und kaufte Bayer in den Zweikämpfen den Schneid ab. Immer wieder entstanden nach hohen Ballgewinnen gefährliche Abschlusschancen vor dem Tor von Lukas Hradecky. Leverkusen gelang trotz mehr Spielanteilen mit dem Ball quasi nichts, im Offensivspiel fehlten sowohl Tempo als auch Ideen.