Basketball-Bundesliga: Diskussion um politische Äußerungen – Holz mit neuem Statement

Mit einem Statement hat Stefan Holz als Geschäftsführer der Basketball-Bundesliga für einige Kritik bei Fans, Clubs und Spielern gesorgt. “Grundsätzlich ist es so, dass politische Äußerungen im Ligabetrieb verbal oder non-verbal nicht gestattet sind”, hatte er gegenüber der dpa gesagt und ergänzt: “Für uns gilt wie im Fußball: Wir treiben Sport und es gibt keine politischen Äußerungen in jedwede Richtung, da öffnen wir nicht die Tür.”

Hintergrund war die Frage, ob Spieler der Basketball-Bundesliga mit Slogans auf Kleidungsstücken oder Ausrüstungsgegenständen gegen Rassismus protestieren dürfen, wie dies zuletzt im Fußball zu sehen war.

Die Äußerung vom Stefan Holz sorgte für Empörung unter Fans in den Sozialen Medien. Auch Spieler und Clubs meldeten sich zu Wort. Unter anderem erklärt Per Günther von ratiopharm Ulm auf Twitter: Die Spieler sollten im Rahmen des Turniers der Basketball-Bundesliga in München durchaus gegen Rassismus aufstehen. Die ersten 10.000 Euro, die an Strafen eingingen, nehme er auf seine Rechnung.

Beim FC Bayern Basketball meint Geschäftsführer Marko Pesic: “In einer Zeit, in der es um Solidarität und Zusammenhalt geht, kann niemand den Spielern das Wort verbieten.” Auch andere Clubs äußerten Kritik an den Aussagen von Stefan Holz.

Bald darauf meldete sich der Geschäftsführer der Basketball-Bundesliga mit einem Statement erneut zu Wort: Es sei Aufgabe der Verantwortlichen, auf Statuten hinzuweisen und deren Einhaltung zu überprüfen. Doch: “Den Sportlern geht es vor allem um ein Statement gegen Rassismus und nicht um eine individuelle politische Meinungsäußerung. Daher werden wir selbstverständlich in diesem Zusammenhang von Sanktionierungen absehen”, lässt sich Stefan Holz nun zitieren.

MIT INFOS VON DPA