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Wie die Amerikaner die Premier League verändern

VonKarola Theill

Sep 19, 2022

Alles für die Show? Bei neun von 20 Premier-League-Klubs haben amerikanische Investoren ihre Finger im Spiel. Viele Fans in England sehen das kritisch – dabei gibt es durchaus Chancen.

Thomas Tuchel war fassungslos. Am Morgen nach der Niederlage im Champions-League-Gruppenspiel gegen Dinamo Zagreb fuhr der Trainer des FC Chelsea wie üblich zum Trainingsgelände im Südwesten Londons. Doch als er dort ankam, warteten nicht seine Spieler auf ihn, sondern Mitglieder des neuen Vorstands. In einer zehnminütigen Telefonkonferenz erfuhr Tuchel von seiner Entlassung. Berichten zufolge packte er noch einige persönliche Gegenstände aus seinem Büro ein und fuhr davon. So endeten seine gut anderthalb Jahre im Amt.

Zwar ist Chelseas Saisonstart nicht zufriedenstellend verlaufen, vor allem angesichts der mehr als 280 Millionen Euro, die der Klub im Sommer in neue Spieler investiert hat. Aber Tuchel nach gerade einmal sechs Spielen in der Liga und einem im Europapokal rauszuwerfen, bewerten viele Fans als überstürzt. Beim Anhang war Tuchel hoch angesehen: Erst im vergangenen Jahr hatte er mit Chelsea – wenige Monate nach seiner Verpflichtung – die Champions League gewonnen.